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Vermeidung ist besser als Reduzierung

Vermeidung ist besser als Reduzierung

Abfallmanagement ist in den meisten Firmen ein wichtiges Thema. Die Entsorgung von Müll ist aufwendig, unterliegt rechtlichen Bestimmungen und kann je nach Art der Entsorgung kostenintensiv sein. Die Vermeidung von Abfall ist daher eine Option, die vor einer Reduzierung genau analysiert werden sollte. Sie ist zudem das oberste Prinzip der Abfallwirtschaft. Sie umfasst alle Maßnahmen und Vorkehrungen, die einer stofflichen Verwertung und des Recyclings von Abfall vorausgehen und schließlich dazu führen, die Abfallmenge zu reduzieren.

Dabei wird nach Art und Menge des anfallenden Mülls unterschieden. Zur qualitativen Vermeidung gehört der Verzicht oder die Minimierung von giftigen und schädlichen Inhaltsstoffen bei Produkten z.B. Kühlschränken, Spraydosen, aber auch Büromöbeln, die mit FCKW hergestellt wurden, umweltschädigenden Farbstoffen bei Druckerzeugnissen oder Büromaterialien, die mit Lösungsmitteln versetzt sind. Ferner gehört die Vermeidung von Verbundstoffen dazu. Zu diesen zählen die bekannten Tetrapacks für Milch, Saft oder Suppen. Ideal ist, wenn die eingesetzten Verpackungsstoffe bei Produkten auf einen einzigen reduziert werden können. Außerdem ist eine Mehrfachverwendung immer die richtige Entscheidung, um Abfall zu vermeiden.

Bereits in der Produktplanung und -herstellung kann Müll quantitativ reduziert werden. Beispielsweise kann auf zusätzliche Umverpackungen verzichtet werden. Bestimmte Gebrauchsgüter wie Dosen, Tuben oder teilweise bereits in Plastik verschweißte Waren kommen ohne Umkarton aus. Auch wenn die Verpackung auf ein Material reduziert wurde, kann dieses ebenfalls noch minimiert werden: einfach dünnere Pappen oder Folien verwenden. Abfall kann auch von vornherein reduziert werden, wenn man Umverpackungen unter den Gesichtspunkten Wiederbenutzung, Reinigungsfähigkeit, Waschbarkeit, Wiederbefüllbarkeit und Reparierbarkeit herstellt. Eine ganz einfache Methode besteht darin, einfach die Notwendigkeit von Wegwerf- oder Einmalprodukten zu hinterfragen.

So kann auch ein bewusster Verzicht unnötigen Abfall ausschließen- wenn man sich die Frage stellt, ob ein Produkt wirklich benötigt wird. Die Vielfalt des Marktes bietet heute reichlich Alternativen, die die Umwelt schonen und sich auf Sicht auch wirtschaftlich rechnen.

2016-11-12T07:54:15+00:00